Interview Mike Leon Grosch 2017-10-05T16:22:19+00:00

Exklusives Interview mit Mike Leon Grosch

Du hast Deine Frau Jasmin 2014 geheiratet und kannst mittlerweile auf drei Ehejahre zurückblicken. Was bedeutet Dir die Ehe?

Das sind tatsächlich schon drei Jahre! Wir haben damals geheiratet, weil wir uns lieben und weil wir gesagt haben, das gehört irgendwie dazu. Obwohl wir eigentlich ziemlich Rock ’n’ Roll sind, mit Tattoos und dem Musikerleben etwas anders sind, als die meisten Leute, sind wir trotzdem auch irgendwie klassisch. Wir finden das Eheleben super und haben uns aus Liebe dazu entschlossen.
Mir persönlich war es außerdem sehr wichtig, dass unser gemeinsames Kind – Jasmin war damals im sechsten Monat schwanger – ein eheliches Kind sein wird und wir alle drei den gleichen Namen tragen. Das schafft ein Bündnis, einen Stammbaum. Man fängt an, seine eigene Geschichte zu schreiben.

Wie habt Ihr Eure Hochzeit gefeiert? Gab es ein bestimmtes Motto?

Unser Motto für die Hochzeit war Fußball. Wir haben während der WM geheiratet, am 21.06.2014. An dem Tag hatte Deutschland gegen Ghana gespielt. Wir hatten gesagt, jeder soll anziehen, was er oder sie will. Die meisten kamen dann doch in Festkleidung. Nach der Zeremonie sind wir dann alle in den großen Garten von meinen Schwiegereltern gefahren und haben dort ein riesen Fest gefeiert mit Beamer und großer Leinwand. Dann stand alles unter dem Motto „Schwarz, Rot, Gold“. Irgendwann hab ich dann alle aufgefordert, die Trikots anzuziehen und das war dann richtig toll: Die 80-jährige Oma und der 92-jährige Opa saßen, wie alle anderen Gäste, in Fußballtrikots vor der Leinwand und wir haben alle zusammen das Spiel angesehen. Das Endergebnis war 2:2 unentschieden – ein gutes Zeichen für die Ehe!

An welchen Moment von Deinem Hochzeitstag erinnerst Du Dich am liebsten zurück?

Woran ich mich gerne erinnere? Mit das schönste an unserer Hochzeit war und ist bis heute, dass alle Gäste noch immer davon sprechen, dass es die schönste Hochzeit aller Zeiten war, weil sie so ungewöhnlich gelaufen ist. Tatsächlich kam der gebuchte Cateringservice einfach nicht. Wir standen also da: mit einer Bar, Fassbier und Cocktails. Kurzerhand haben wir alles selbst in die Hand genommen. Unser Onkel, der immer schon Gastwirt sein wollte, hatte sich einen Bleistift hinters Ohr geklemmt und die Theke geschmissen. Das war der goldene Schlüssel: Alle hielten zusammen und alles war so harmonisch. Keinem ist mehr aufgefallen, dass es kein Cateringteam gab.

Welches Lied habt Ihr für den Eröffnungstanz gewählt?

Zu „(I’ve had) the time of my life“ von Bill Medley & Jennifer Warnes aus dem Dirty Dancing Soundtrack. Wir haben es ein bisschen so getanzt wie im Film und ich musste einfach laut mitsingen. Wir standen im Garten, in der Mitte. Jasmin hochschwanger mit dickem Bauch und wir haben getanzt. Alle hatten Tränen in den Augen. Das war ein schöner Moment!

Was ist das Besondere für Dich als Musiker wenn Du auf Hochzeiten auftrittst?

Es ist genau das, das Besondere, weshalb ich mich entschieden fast nur noch auf Hochzeiten zu singen. Stadtfeste oder Festivals machen riesigen Spaß, aber man singt vor einer großen Menge. Hochzeiten sind so intim und man wird Teil dieser persönlichen Geschichte. Sogar nach Jahren, wenn ein Paar an seine Hochzeit zurückdenkt, erinnern sie sich daran, wie ich auf ihrer Hochzeit „Halleluja“ gesungen habe. Das macht mich total stolz! Außerdem gibt’s immer gutes Essen und die Leute sind immer nett. Ich hatte noch nie Brautpaar, dass irgendwie doof oder so war. Wirklich nicht!